Im 15. Jht. erlebte die Stadt am Fluss Turia aufgrund der Seidenweberei ein rasantes Wachstum und entwickelte sich zu einem der größten Mittelmeerhäfen und zu einem bedeutenden Handels- und Finanzzentrum.
Nach einem katastrophalen Hochwasser im Jahre 1957 beschlossen Staat und Stadt, das Turiabett trockenzulegen und den Fluss in weitem Bogen südlich der Stadt vorbeizuführen. Der ursprüngliche Plan, im Flussbett eine Stadtautobahn anzulegen, scheiterte am  Widerstand der Bevölkerung. Stattdessen erhielt eine der bis dahin „grünärmsten“ Städte Spaniens eine das ganze Stadtgebiet durchziehende „Grüne Lunge“ mit Park-, Sport- und Freizeitanlagen, den Jardin del Turia (1986).
Im unteren Teil entstand bis 2006 die Ciudad de las Artes y de las Ciencias, ein Geniestreich des in einem Vorort Valencias geborenen Star-Architekten Santiago Calatrava.
Mit diesen riesigen Finanzinvestitionen hat sich die Stadt wohl stark übernommen, was man an den teilweise renovierungsbedürftigen Prachtbauten und an der zögerlichen Sanierung der unzähligen Palästen, Villen, Museen und Plätzen der Altstadt erkennt.

Bild Kurz&knapp * id
Valencia Hemisferic IMAX- Kino und Planetarium,
landesweit größter Kinosaal
mit einer 900 qm großen Projektionsfläche, das kleinste Architektur-Highlight von CALATRAVA (2005), konstruiert als sich öffnendes und schließendes Auge mit unterirdischem Eingang, umgeben von einem 24.000 qm großen Wasserbecken, spektakuläre Fotomotive!
4* 663
Valencia Oper,
mit seinen 40000 qm Fläche das größte Opernhaus Europas und eines der spektakulärsten Werke moderner Architektur
(CALATRAVA 2005). Es wirkt mit seinen geschwungenen Formen, die teilweise über einer Wasserfläche „schweben“, wie eine fliegende Untertasse.
7* 664
Valencia Stadtpark Jardin del Turia, ehemaliges Flussbett,
weltweit einer der längsten städtischen Naturparks (9,3 km lang), einzigartiges Erholungsparadies u.a. mit Palmen und Orangenbäumen, Brunnen, Sportplätzen vom Bioparc im Westen bis zur avantgardistischen Stadt der Künste und der Wissenschaften im Südosten nahe der Flussmündung.
5* 665
Valencia Museum für Naturwissenschaften („Science Center„),
größtes Gebäude in der „Stadt der Künste und Wissenschaften“
, futuristische Architektur (spektakuläre Fluchttreppen!), ein Werk von CALATRAVA (2000). Das Innere überzeugt nur teilweise durch interaktive Experimente in meist veralteten Darstellungsformen. Idealer Ort für ein Foucault-Pendel.
5* 666
Valencia Seidenbörse (1533), Welterbe,
eines der schönsten gotischen Gebäude Europas
. Von außen erscheint die „Lonja“ wie eine zinnengekrönte Burg, von innen wie ein Geschäftstempel bzw. eine dreischiffige Basilika. Weitere Meisterwerke der Gotik sind die pompöse, vergoldete Holzdecke in der Handelgerichtshalle „Consular del Mar’“ und die Wendeltreppe des Turms, die sich ohne Mittelstütze 142 Stufen in die Höhe schraubt.
5*
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Weitere Infos

Aussichtspunkte
  • Kirchturm Torre del Micalet, über eine sehr schmal Wendeltreppe 207 Stufen auf die Dachterrasse in 51 m Höhe.
  • Rooftopbar „Ateneo“ am Rathausplatz, 360°-Rundumblick
  • Hotel Barceló,  Dachterrasse mit Swimmingpool
  • Restaurant Vertical mit riesigen Panorama-Fenstern und einer „Rooftopbar“
Wandern/Spazieren
  • Unzählige Wandermöglichkeiten im Stadtpark Jardin del Turia
  • Strandspaziergänge (Busstationen)
  • Spaziergänge durch die Ciudad de las Artes y de las Ciencias
Wirkte hier

Santiago CALATRAVA (geb. 1951), Architekt und Bauingenieur, sein Meisterwerk ist die „Ciudad de las Artes y de las Ciencias“, also die „Stadt der Künste und der Wissenschaften“.

Feste/Events

Die Fallas Valencia, Teil des immateriellen Weltkulturerbe. Jedes Jahr im März empfängt Valencia den Frühling auf besondere Art. Die Straßen der Stadt füllen sich mit dem Trubel des Fallas-Festes, bei dem Tradition, Satire, Kunst und Heimatverbundenheit zu einem einzigartigen Erlebnis verschmelzen.
Riesige kuriose Skulpturen, die „Fallas“, werden auf den Plätzen aufgebaut. Die bis zu 20 m hohen Figurengruppen nehmen  lokale Politiker, Toreros und andere Persönlichkeiten aufs Korn. Das Volk darf sich einmal richtig lustig machen über die „oberen Zehntausend“.
Schwarzpulvergeruch in der Luft und dunkle Rauchwolken vor der Sonne – die Feuerwerker werden wie Helden gefeiert, die Hunderttausende Euro verfeuern. Inclusive der wertvollen Fallas-Figuren in der letzten Festnacht. Danach beginnt der Frühling.

Sonstiges