Die Hauptstadt des Bundeslandes Brandenburg und ehemalige Residenzstadt der Könige von Preußen ist weltbekannt durch die zahlreichen einzigartigen Schloss- und Parkanlagen, die sie im 18. und 19. Jahrhundert geschaffen haben. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs endete ihre Ära mit der Novemberrevolution, als Wilhelm II.  1918 in die Niederlande floh. Die Stadt verlor damit ihren Status als Residenzstadt endgültig an Berlin.
Inzwischen ist ihr über Jahrzehnte vernachlässigtes Erbe in alter Blüte wiederhergestellt.  Seit 1990 gelten die „Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin“  als größtes Ensemble der deutschen UNESCO-Welterbestätten. Es umfasst heute einen Bereich, der von der Pfaueninsel (in Berlin) bis jenseits des Parks Sanssouci mit dem Neuen Palais  reicht. Diese einmalige Ansammlung ist eingebettet in eine  zauberhafte Bilderbuchlandschaft.  Die Havel ließ einen Flickenteppich aus Wasser und Land entstehen, ein Eldorado für Wassersportler, Radfahrer, Wanderer und Schiffsausflügler. So ist es kein Wunder, dass immer mehr Menschen Potsdam  zur schönsten Stadt Deutschlands erklären.

Bild Kurz&knapp * id
Potsdam Filmpark Babelsberg,
Freizeit-Themenpark mit über 20 filmspezifische Attraktionen
u.a. vier Shows („Filmtiere vor der Kamera“, Mitmach-Show im „Fernsehstudio 1“ und Stuntshow im Vulkan, „Die 3 Musketiere“), ein 4D- und XD-Kino, Originalkulissen und Ausstellungsbereiche zu Film und Filmhandwerk. Dschungel-Abenteuerspielplatz für Kinder.
4* 301
Potsdam Museum Barberini (2017),
neue Museumsattraktion im gleichnamigen Palais
am Alten Markt in direkter Nachbarschaft zum Stadtschloss, der Nikolaikirche und dem Alten Rathaus. Wechselnde Ausstellungen ausgehend von der Kunstsammlung des Stifters und Mäzens Hasso Plattner, einer der Gründer von SAP. Die Themen der Ausstellungen reichen von den Alten Meistern bis zur zeitgenössischen Kunst.
4* 302
Potsdam Sanssouci (1747)
Die weltbekannte Sommerresidenz von Friedrich dem Großen und der wunderschöne Park ziehen jedes Jahr über 1 Mio Menschen an
. Das nach Plänen des Architekten von Knobelsdorff erbaute Rokoko-Schloss mit Original-Ausstattung liegt malerisch auf den berühmten Weinbergterrassen. Der Wunsch des Königs, hier mit seinen Hunden begraben zu werden, ging erst 1991 in Erfüllung.
5*
303
Potsdam Neues Palais (1769), Teil des Welterbes
mit prächtigen Festsälen, großartigen Galerien und fürstlich ausgestatteten Appartements sowie einem der schönsten noch erhaltenen Barocktheater
, dient vor allem der Demonstration der preußischen Größe. Friedrich der Große bewohnte sein Prunkstück nicht selbst. Der letzte Kaiser Wilhelm II. lebte hier mit seiner Familie bis zum Sturz der deutschen Monarchie im Jahre 1918.
6*

794
Potsdam Belvedere auf dem Pfingstberg (1863), Teil des Welterbes
ein einzigartiges Aussichtsschloss, das tatsächlich die spektakulärste 360 Grad Fernsicht der Stadt bietet
– bis zur Skyline von Berlin! Das nur teilweise restaurierte Ensemble mit dem Belvedere, dem Pomona-Tempel (Schinkels erstem Bau) und dem Lenné-Garten könnte genau so gut in Italien stehen.
7* 795
Potsdam Holländisches Viertel (1742), Teil des Welterbes,
größtes zusammenhängendes Bauensemble holländischen Stils außerhalb der Niederlande
, geplant vom Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I., vollendet von dessen Sohn Friedrich dem Großen. Die vier Karrees mit insgesamt 134 Häusern wurden tatsächlich für holländische Handwerker gebaut, da Holland damals zu den best entwickelten europäischen Ländern gehörte.
3*


796
Potsdam Cecilienhof (1916), Teil des Welterbes,
jüngstes Hohenzollernschloss.
Im Stil eines englischen Landhauses mit 180 Räumen um fünf Innenhöfe verbirgt das Gebäude seine tatsächliche Größe geschickt . Hier trafen sich die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs im Sommer 1945 zur Potsdamer Konferenz. Churchill, Truman und Stalin besiegelten das Schicksal Deutschlands und die Teilung Europas.
3* 797
Potsdam Nicolaikirche (1850),
einer der bedeutendsten klassizistischen Sakralbauten Deutschlands,
errichtet nach Plänen von „Stararchitekt“ Karl Friedrich SCHINKEL. Der über einem würfelförmigen Unterbau aufstrebende elegante 77 m hohe Kuppelbau, – unter anderem inspiriert von Sir Christopher Wrens St. Paul’s Cathedral in London – bildet den charakteristischen Mittelpunkt der Stadt. Grandiose Rundum-Aussicht vom Fuß der Kuppel!
4* 799

Weitere Infos

Aussichtspunkte
  • Belvedere auf dem Pfingstberg
  • Turm der Nicolaikirche
  • Aussichtsterrasse des Landtags (Stadtschlosses)
Wandern/Spazieren
  • Von Schloss Sanssouci über den aussichtsreichen Ru­i­nen­berg und durch die Russische Kolonie Alewandrowka zum Belvedere auf dem Pfingstberg
  • Der „Gartenkulturpfad“ ist ein über Rad- und Wanderrouten vernetztes System an Parks, Grünanlagen, Schulgärten, Privatgärten, Friedhöfen, Kleingartenanlagen, Naturlandschaften und Kultureinrichtungen.
  • Vom 160 km langen Berliner Mauerweg liegen etwa 15 km auf Potsdamer Gebiet. Interessant auch für Spaziergänger ist die 5 km lange Strecke von der Glienicker Brücke über Neubabelsberg nach Kohlhasenbrück.
  • Seit 1993 markiert ein unübersehbarer Findling die Kreuzung zweier Europawanderwege: E10 (Ostsee-Mittelmeer) und E11 (Niederlande-Masuren).
Wirkte hier
  • Georg Wenzeslaus von KNOBELSDORFF (1699 – 1753), Baumeister, vor allem von Friedrich dem Großen. Von ihm stammen in Potsdam das Schloss Sanssouci, das Stadtschloss und das Schloss Charlottenhof.
  • Karl Friedrich SCHINKEL (1781- 1841), bedeutender Architekt und Baumeister  des Klassizismus
  • Peter Joseph LENNÉ (1789 – 1866 ), Gartenkünstler und General-Gartendirektor der königlich-preußischen Gärten
  • Hermann von HELMHOLTZ (1821 – 1894), einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler der Zeit.
  • Alexander von HUMBOLDT (1769-1859), Naturwissenschaftler von Weltrang, einer der letzten „Universalgelehrten“.
Feste/Events
  • Die Musikfestspiele im Juni sind der kulturelle Höhepunkt des Jahres mit zahlreichen Konzerten, Oper- und Soloabenden international renommierter Künstler und Ensembles.
  • Ein Publikumsmagnet und ein Garant für Größen von Weltrang ist das jährlich im Juli stattfindende Stadtwerkefest im Lustgarten.
  • Zur Potsdamer Schlössernacht im August strömen Zehntausende in die zum Teil farbig angestrahlten Schlösser und in die Parkanlagen, wo kulturelle und kulinarische Genüsse dargeboten werden.
  • Am Jazzfestival spielen Anfang September Bands aller Stilrichtungen aus  In- und Ausland eine Woche in der Schiffbauergasse auf.
  • Am Sinterklaasfest (Samstag des 3. Dezemberwochenendes) kommt Sinterklaas, der Weihnachtsmann Hollands, auf einem Schiff an. Im  Hafen besteigt er sein Pferd und reitet ins Holländische Viertel, um sein  Fest zu eröffnen.
Sonstiges

Potsdam ist Wohnort zahlreicher Prominenter, die nicht nur herrliche Villen als Wohnsitz renoviert haben, sondern sich auch finanziell für die Stadt engagieren. Die Bekanntesten sind SAP-Gründer Hasso Plattner (Museum Barberini), Fernsehmoderator Günther Jauch (Belvedere auf dem Pfingstberg, Fortuna-Portal des Stadtschlosses, Aussichtsplattform der Garnisonkirche, Sanierung der Neptungrotte, … ) und der Springer-Manager Mathias Döpfner (Welterbe-Park der Villa Henckel am Pfingstberg).