Die Hauptstadt Niedersachsens war am Ende des Zweiten Weltkrieges über 90% zerstört. Danach wurde nur ein kleiner Teil der Innenstadt restauriert, eine autogerechte Stadt mit breiten Straßen und „modernen“ Gebäuden nach USA-Vorbild war das Ziel. So ist leider nur wenig von der alten Bausubstanz erhalten (in der Burgstraße und am Holzmarkt). So wurde das Leibnitzhaus an passenderer Stelle (mit originalgetreuer Fassade) „rekonstruiert“. (Am ursprünglichen Platz steht jetzt ein Parkhaus). Für andere Städte dieser Größenordnung wäre dies ein unerhörter Vorgang.
Mit der Expo 2000 fand in Hannover das erste Mal eine Weltausstellung in Deutschland statt.
Ansonsten punktet die Großstadt einerseits mit der  weltweit größten Industriemesse und der CeBit, der  größten Computertechnik-Messe und
andererseits mit riesigen Grün- und Erholungsflächen – allen voran den Herrnhäuser Gärten, dem Maschpark, Maschsee und dem Zoo.

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Weitere Infos

Aussichtspunkte
  • Rathausturm, mit einem spektukulären Schrägaufzug auf die Rathauskuppel. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und ihre Grün- und Wasserflächen.
  • Rooftopbar 360°, eine Strandbar mit Strandkörben und richtigem Sand für die Aussicht auf Hannover vor allem bei Sonnenuntergang.
Wandern/Spazieren
  • Roter Faden heißt der Rundgang vorbei an 36 Sehenswürdigkeiten der Innenstadt. Diese 4,2 km lange, auf das Pflaster gemalte rote (2016 nicht überall mehr zu sehende) Linie führt an der Tourist-Information am Ernst-August-Platz vorbei.
  • Leine- und Ihmeufer vom Maschsee-Wehr bis zum Wehr Herren­hausen, auf der ganzen Länge beid­seitig begrünt, mit vie­len Ufer­wiesen, altem Baum­be­stand (naturbelassene Aue­vege­tation).
Wirkte hier
  • Gottfried Wilhelm LEIBNITZ (1646-1716), Philosoph und Universalgelehrter (Mathematik, Physik, Naturwissenschaften und Rechtswesen).
  • Theodor LESSING (1872-1933), Schriftsteller und Kulturphilosoph.
  • Adolf GRIMME(1889-1963), erster Kultusminister Niedersachsens. Nach ihm wurde der Adolf-Grimme-Preis benannt.
  • Hannah ARENDT (1906-1975), Politikwissenschaftlerin, Philosophin und Soziologin, 1933 vor den Nazis in die USA emigriert, ging 1961 als Reporterin zum Eichmannprozess nach Jerusalem. Im Angesicht von Eichmann sprach sie u.a. von der „Banalität des Bösen“.
  • Rudolf AUGSTEIN (1923-2002), Journalist, Verleger, Publizist, Gründer des Magazins „Der Spiegel“ (erste Ausgabe 1947 in Hannover).
  • Niki de SAINT PHALLE (1930-2002), Künstlerin, gebürtige Französin, Schöpferin der Nana-Figuren, die 1974 am Leineufer aufgestellt wurden. Seit 2000 Ehrenbürgerin der Stadt.
Feste/Events
  • größtes Schützenfest der Welt im Juli auf dem „Schützenplatz“
  • Maschseefest, Sommerfest rund um den ganzen See mit buntem Mix aus Live-Musik, Kleinkunst und Gastronomie für Klein und Groß
  • Internationaler Feuerwerkswettbewerb vor der einzigartigen Kulisse der Herrenhäuser Gärten mit den renommiertesten Pyrotechnikern der Welt.

Sonstiges
  • Nahe dem Niedersächsischen Landtag befindet sich die Skulpturengruppe der Göttinger Sieben, die an den Protest von Göttinger Professoren gegen die Aufhebung der hannoverschen Landesverfassung durch König Ernst August I. im Jahr 1837 erinnert.
  • Als einzige Großstadt Deutschlands besitzt Hannover eine  zweistöckige Fußgängerzone, die Bahnhofstraße zwischen Hauptbahnhof und Kröpcke.
    Von  1969 bis 1975 wurde hier die (unterirdische) Stadtbahn in offener Bauweise gebaut und mit der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade als „Deckel“ eine tiefer liegende Verkaufsebene geschaffen. Die vorhandenen Geschäfte sind in der ursprünglichen Ebene erreichbar.