Die Hauptstadt Niedersachsens war am Ende des Zweiten Weltkrieges über 90% zerstört. Danach wurde nur ein kleiner Teil der Innenstadt restauriert, eine autogerechte Stadt mit breiten Straßen und „modernen“ Gebäuden nach USA-Vorbild war das Ziel. So ist leider nur wenig von der alten Bausubstanz erhalten (in der Burgstraße und am Holzmarkt). So wurde das Leibnitzhaus an passenderer Stelle (mit originalgetreuer Fassade) „rekonstruiert“. (Am ursprünglichen Platz steht jetzt ein Parkhaus). Für andere Städte dieser Größenordnung wäre dies ein unerhörter Vorgang.
Mit der Expo 2000 fand in Hannover das erste Mal eine Weltausstellung in Deutschland statt.
Ansonsten punktet die Großstadt einerseits mit der  weltweit größten Industriemesse und der CeBit, der  größten Computertechnik-Messe und
andererseits mit riesigen Grün- und Erholungsflächen – allen voran den Herrnhäuser Gärten, dem Maschpark, Maschsee und dem Zoo.

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Hannover – Herrnhäuser Gärten,
einer der bedeutendsten Barockgärten in Europa,
mit dem noch heute bespielten Heckentheater, dem Schloss sowie den Wasserspielen (72 m hohen Fontäne). Die Grotte wurde nach detaillierten Plänen von Niki de Saint Phalle gestaltet. Highlight im Frühling sind die Kunstfestspiele.
6*
Hannover – Neues Rathaus (1913)
Der wilhelminische schlossähnliche Prachtbau
in eklektizistischem Stil hat einen weltweit einmaligen Bogenaufzug über der mächtigen Kuppel. Auf dem Weg nach oben geht es zunächst senkrecht und dann in einem Winkel von 17 Grad auf fast 98 m Höhe. Von oben hat man eine herrliche Aussicht, bei guter Wetter sogar bis zum Harz.
5*
Hannover – Erlebniszoo, Deutschlands spektakulärster Tierpark,
mit aufwendig gestalteten, artgerechten Lebenswelten
, (z.B. Sambesi, Dschungelpalast, Afi Mountain, Outback, Mullewapp, Himalaya und Yukon Bay). Weitere Highlights sind das Tropenhaus, die drei Sommerrodelbahnen, der Abenteuerspielplatz Brodelburg und die täglichen rund 30 Shows, Showfütterungen und das 360°-Panorama mit dem tropischen Regenwald Amazoniens.
5*
Hannover – Maschpark (1900) und Maschsee,
Der Maschpark, ein Zeugnis der deutschen Gartenkunst des ausgehenden 19. Jhts. Sein Mittelpunkt, der malerische Maschweiher am Neuen Rathaus, bietet eine optimale Kulisse für die jährlich stattfindende Openair-Opernaufführung! Der 1934-36 als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme angelegte Maschsee ist eines der beliebtesten Ausflugsziele und Naherholungsgebiete der Stadt.
3*


Hannover – Skulpturenmeile (2000),
acht übergroße Skulpturen auf einer Länge von etwa 1.200 m zwischen dem Niedersächsischen Landtag und den Herrnhäuser Gärten, darunter auch die bekannten Nanas von Niki de Saint Phalle und ein Werk von Alf Lechner, einem Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste, dem in Ingolstadt mit dem „Lechner Museum“ ein eigenes Museum gewidmet ist.
3*

Hannover – Sprengel Museum,
zählt mit dem deutschen Expressionismus und der französischen Moderne zu den bedeutendsten Museen der Kunst des 20. und 21. Jhts.
Eindrucksvolle Akzente setzen „Die Brücke“ und „Der Blaue Reiter“, Kubismus und Surrealismus bzw. bedeutende Werkgruppen u. a. von Picasso, Léger, Beckmann, Ernst, Klee, Nolde, und Schwitters. „Museum des Jahres 2017„.
5*

Weitere Infos

Aussichtspunkte
  • Rathausturm, mit einem spektukulären Schrägaufzug auf die Rathauskuppel. Von dort hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt und ihre Grün- und Wasserflächen.
  • Rooftopbar 360°, eine Strandbar mit Strandkörben und richtigem Sand für die Aussicht auf Hannover vor allem bei Sonnenuntergang.
Wandern/Spazieren
  • Roter Faden heißt der Rundgang vorbei an 36 Sehenswürdigkeiten der Innenstadt. Diese 4,2 km lange, auf das Pflaster gemalte rote (2016 nicht überall mehr zu sehende) Linie führt an der Tourist-Information am Ernst-August-Platz vorbei.
  • Leine- und Ihmeufer vom Maschsee-Wehr bis zum Wehr Herren­hausen, auf der ganzen Länge beid­seitig begrünt, mit vie­len Ufer­wiesen, altem Baum­be­stand (naturbelassene Aue­vege­tation).
Wirkte hier
  • Gottfried Wilhelm LEIBNITZ (1646-1716), Philosoph und Universalgelehrter (Mathematik, Physik, Naturwissenschaften und Rechtswesen).
  • Theodor LESSING (1872-1933), Schriftsteller und Kulturphilosoph.
  • Adolf GRIMME(1889-1963), erster Kultusminister Niedersachsens. Nach ihm wurde der Adolf-Grimme-Preis benannt.
  • Hannah ARENDT (1906-1975), Politikwissenschaftlerin, Philosophin und Soziologin, 1933 vor den Nazis in die USA emigriert, ging 1961 als Reporterin zum Eichmannprozess nach Jerusalem. Im Angesicht von Eichmann sprach sie u.a. von der „Banalität des Bösen“.
  • Rudolf AUGSTEIN (1923-2002), Journalist, Verleger, Publizist, Gründer des Magazins „Der Spiegel“ (erste Ausgabe 1947 in Hannover).
  • Niki de SAINT PHALLE (1930-2002), Künstlerin, gebürtige Französin, Schöpferin der Nana-Figuren, die 1974 am Leineufer aufgestellt wurden. Seit 2000 Ehrenbürgerin der Stadt.
Feste/Events
  • größtes Schützenfest der Welt im Juli auf dem „Schützenplatz“
  • Maschseefest, Sommerfest rund um den ganzen See mit buntem Mix aus Live-Musik, Kleinkunst und Gastronomie für Klein und Groß
  • Internationaler Feuerwerkswettbewerb vor der einzigartigen Kulisse der Herrenhäuser Gärten mit den renommiertesten Pyrotechnikern der Welt.

Sonstiges
  • Nahe dem Niedersächsischen Landtag befindet sich die Skulpturengruppe der Göttinger Sieben, die an den Protest von Göttinger Professoren gegen die Aufhebung der hannoverschen Landesverfassung durch König Ernst August I. im Jahr 1837 erinnert.
  • Als einzige Großstadt Deutschlands besitzt Hannover eine  zweistöckige Fußgängerzone, die Bahnhofstraße zwischen Hauptbahnhof und Kröpcke.
    Von  1969 bis 1975 wurde hier die (unterirdische) Stadtbahn in offener Bauweise gebaut und mit der Niki-de-Saint-Phalle-Promenade als „Deckel“ eine tiefer liegende Verkaufsebene geschaffen. Die vorhandenen Geschäfte sind in der ursprünglichen Ebene erreichbar.