Die Hauptstadt und größte Stadt Ungarns, eine der schönsten Städte der Welt, ist stark geprägt durch  ihre Besatzungsmächte, allen voran Österreicher, Türken und Deutschen, deren Einflüsse sich nicht nur in der reichhaltigen Architektur widerspiegeln. Nach dem Abzug der russischen Truppen (1989) wurde die Stadt behutsam restauriert und erstrahlt heute im alten (und auch neuem) Glanz.
Erst 1873 ist Buda, Pest und Óbuda zu Budapest vereinigt worden. Inzwischen ist die hügelige Budaer Seite ein stimmungsvolles Altstadtviertel mit schmalen Gassen und prachtvollen Barockhäusern, Pest auf der Ostseite  ein brodelndes Geschäftsszentrum.
Seit 1987 stehen das Burgviertel, die Uferzone um die Kettenbrücke bis zum Gellért-Heilbad) sowie (seit 2002) die Prachtstraße Andrássy út (von der Kettenbrücke bis zum Heldenplatz) mit der darunter verlaufenden Földalatti, der ältesten U-Bahnstrecke auf dem europäischen Kontinent, unter dem Welterbeschutz der UNESCO.
Die ungarische Hauptstadt ist auch das Mekka der Thermen- und Badekultur, Europas größte Kurstadt mit 21 Bädern über 120 heiße Quellen, die ein einzigartiges Höhlensystem geschaffen, das teilweise zu besichtigen ist.


Weitere Infos

Aussichtspunkte
  • Fischerbastei mit Blick aufs Parlament
  • Gellertberg mit Panoramablick
  • südliche Burgterrassen
  • Turm der Stephans-Basilika (297 Stufen oder mit Aufzug)

Wandern/Spazieren
  • Von der Stephans-Basilika über die Kettenbrücke zur Fischerbastei und Burg mit den Aussichtsterrassen
  • Flusspromenade von der Markthalle zum Parlament
  • Auf der Margareteninsel, dem Lieblingspark der Budapester für Freizeit, Erholung und Sport.
  • Von der Endstation der Zahnradbahn ca. 3 km zum Elisabeth-Turm auf dem 527 m hohen Johannesberg
  • Városliget („Stadtwäldchen“): Spaziergang an Denkmälern und Skulpturen vorbei, z.B. das Denkmal für die Revolution von 1956 (in Form eines 56-Grad-Keils) oder das Zeitrad (EU-Beitritt), eine riesige Sanduhr, die am Jahresende um 180 Grad gedreht muss.
    Als Endpunkt empfiehlt sich das berühmte Restaurant Gundel aus Jahre 1894 und sein günstigerer „Kleinbruder“ Eulenburg Restaurant. Es ist das einzige Budapester Restaurant in Budapest, in dem nur Frauen arbeiten.
Wirkte hier
  • König Stephan I. (969 – 1038), Gründer des Königreichs Ungarn (1000), christianisierte die Magyaren, heute Nationalheiliger.
  • Victor Vasarely (1906 – 1997), Maler und Grafiker, Mitbegründer der  Op-Art, studierte in Budapest, zog 1930 nach Paris, wo er auch starb.
  • Edward Teller (1908 – 2003), ungarisch-amerikanischer Physiker, „Vater der Wasserstoffbombe“, studierte in Karlsruhe und promovierte 1930 in Leipzig bei Heisenberg. Wegen seiner jüdischen Herkunft verließ er 1933 Deutschland.
  • Zsa Zsa Gabor (1917 – 2016), US-amerikanisch-ungarische Schauspielerin
  • Ephraim Kishon (1924 – 2005), Schriftsteller, als Ferenc Hoffmann geboren, überlebte das KZ und zog 1949 nach Israel.
  • Imre Kertész (1929–2016), KZ-Überlebender, Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger
  • Péter Nádas (* 1942), Schriftsteller
  • Graf Péter Esterházy (1950–2016), Schriftsteller
Feste/Events
  • Donaukarneval (Mitte Juni): Eine Woche lang zeigen Tanzgruppen aus aller Welt ihr Können.  Highlights sind der Umzug  und  ein gigantisches Feuerwerk.
  • Sommer auf der Kettenbrücke: Jeweils an den Wochenenden wird die schönste Budapester Brücke zur Vergnügungsmeile.
  • Nationalfeiertag 20. 8. (Stephans-Tag): Straßenfest im Stadtzentrum mit spektakulärem  Feuerwerk.
  • Sziget-Festival auf der Óbuda-Insel, ein Mega-Event mit Hunderttausenden Besuchern und eine Hommage an Woodstock.
Sonstiges
  • Fogaskerekű Vasút (Schwabenbergbahn)
    Mit der Eröffnung in 1874 ist diese Zahnradbahn die drittälteste der Welt, vom zentrumsnahen Városmajor auf den 420 m hohen Svábhegy (Schwabenberg) zur Endstation Széchenyi hegy.
  • Hier kann man in die 11 km lange Kindereisenbahn Gyermekvasút umsteigen und Wanderungen in den Budaer Bergen anschließen.